Paläobotanik

Die paläontologische Sammlung des Naturmuseums umfasst rund 12000 Objekte von fossilen Plfanzen, Wirbeltieren und Wirbellosen.

Die Paläobotanik umfasst rund 300 Exemplare. Es sind vorwiegend Pflanzen aus den heute stillgelegten Kohlenzechen des Ruhrgebiets. Eine kleinere Sammlung von Triaspflanzen aus der Neuen Welt bei Muttenz wurde dem Museum anfangs des Jahrhunderts von F. Leuthardt, Liestal, geschenkt. Ein Drittel der fossilen Pflanzen stammen aus den tertiären Molassablagerungen von Rickenbach (SO) und Umgebung.

Standort: Ausstellung und Depot


Fossile Wirbellose

Die Sammlung fossiler Wirbelloser umfasst rund 5600 Exemplare. Darunter befinden sich Teile der Sammlungen Josef Nünlist, Balsthal, Objekte vom berühmten Solothurner Geologen Amanz Gressly und aus der Sammlung Schertenleib. Über 90% des Bestandes sind Fossilienaus der Schweiz; sie stellen einen repräsentativen Querschnitt durch die Wirbellosenfauna des Nordwestschweizer Juras dar. Den Schwerpunkt bilden die Mollusken (Ammoniten, Muscheln) und die Stachelhäuter. Unter den Stachelhäutern sind grosse Seeigel (Rhabdocidaris) aus der Grube von Ruppoldingen zu nennen, sowie eine kleine Sammlung von Seesternen und Seelilien aus dem Hauptrogenstein von Schinznach.

Eine bedeutende Sammlung aus dem unteren Jura (Lias) der Umgebung von Olten bietet einen vollständigen Faunenquerschnitt aus den Fundstellen Erlimoos (heute nicht mehr zugänglich) und der Ton-Grube Hof (Hauenstein), darunter finden sich auch Reste von Fischechsen (Ichthyosaurier). Zahlreiche sehr seltene Ammonitenarten, die zum Teil den einzigen Nachweis in der Schweiz darstellen, zeigen die Bedeutung dieser Sammlung, die das Museum in den 80er Jahren erwerben konnte.

Standort: Ausstellung und Depot


Fossile Wirbeltiere

Die Samlung fossiler Wirbeltiere umfasst rund 7000 Exemplare, über 95 % des Materials stammt aus der Umgebung von Olten. Von grossem wissenschaftlichem Wert sind die rund 3000 fossilen Säugetiere aus den eozänen Spaltenfüllungen, die beim Bau des Kraftwerkkanals bei Gösgen gefunden wurden.

Gegen 3000 Zähne und Knochen von fossilen Säugetieren aus der Huppergrube Rickenbach und aus Egerkingen / Oberbuchsiten stammen aus den Sammlungen Kuhn und Cartier. Darunter findet sich auch der Holotypus eines kleinen Insektenfressers Dinosorex hürzeleri ENGESSER (Bild oben). Ungefähr 1000 Proben stammen aus einer 1980 durchgeführten Grabung in einer Spaltenfüllung im alten Steinbruch von Oberbuchsiten; es sind vor allem Zähne und Knochen von Säugetieren, die momentan Gegenstand einer wissenschaftlichen Untersuchung sind. Als grösste Seltenheit können die Überreste eines Schädels einer fossilen Fischechse aus dem alten Steinbruch bei Ruppoldingen bezeichnet werden. Ein Teil dieses Fundes ist im Treppenaufgang ausgestellt. Diese äusserst seltene Gattung (Ophtalmosaurus) ist bisher erst in wenigen fragmentarischen Resten aus Südengland und Nordfrankreich nachgewiesen worden.

Ungefähr 200 Knochen verschiedener Wirbeltiere aus den Kiesgruben der Umgebung zeichnen eine repräsentativen Querschnitt durch die Fauna der späten Eiszeit des Mittellandes. Darunter finden sich Seltenheiten wie Knochen von Höhlenlöwen und Schädelreste des Moschusochsen. In der Sammlung befinden sich auch Muskelpräparate und Haut- und Fellreste vom Beresowska-Mammut, die der Präparator Pfizenmayer anfangs dieses Jahrhunderts dem Museum vermachte. Ein ganz besonders wertvoller und seltener Fund sind der Schädel und die Stosszähne eines eiszeitlichen Mammuts, das 1904 beim Bahnhof Olten entdeckt und ausgegraben wurde.

Standort: Ausstellung und Depot

Wichtige Information

Neueröffung voraussichtlich
im Herbst 2019

Das Museum im Fernsehen
Swisslos-Imagespot
Februar 2017
Nachhaltigkeit
PrixExpo
für langjähriges Engagement